Caritas-Altenpflegeheim St. Birgitta - Unser Haus

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Neuigkeiten aus unserem Haus

Unser erster Bufdi:

Florian Bögershausen erobert die Herzen der Bewohner in St. Birgitta

Florian Bögershausen
Bufdi Florian Bögershausen

"Das ist der Schlüssel zu meinem Bankfach - da liegt eine Million", sagt Bufdi Florian Bögershausen zu Adeline Cordes. Gut, das dürfte geschwindelt sein. Dafür gilt ihm aber die volle Aufmerksamkeit der Bewohnerin. Es ist erst die dritte Arbeitswoche des 17-jährigen im Altenpflegeheim St. Birgitta und doch schlendert er durch die Gänge und plaudert mit den Bewohnern, als sei er bereits seit Jahren dort. "Guten morgen", Frau Frank. "Wollen wir jetzt mal aufstehen". - "Nein." - "Es dauert auch nicht lange." Frau Frank rührt sich keinen Zentimeter. Die Pflegefachkraft Alexandra Kubon hilft Florian und lockt mit ganz anderen Mitteln: "Mmmmhhh, der Kaffee duftet schon". Charlotte Frank steht auf. Florian führt sie zum Badezimmer und reicht ihr den Waschlappen. "Nicht alle Frauen wollen, dass ihnen ein Mann beim Waschen hilft", weiß der 17-jährige schon nach wenigen Tagen. Er hilft beim Anziehen, Kämmen, bringt Kaffee und reicht das Frühstücksbrot mit Marmelade.Um 4.30 Uhr muss Florian aufstehen, wenn er Frühschicht hat. Er fährt von der Neustadt nach Bremen Nord."Die Spätschicht ist noch anstrengender", meint er. "Da sind die Bewohner alle so aufgekratzt, aber es macht Spaß," sagt er. Erste Erfahrung hatte er bereits bei einem zehnwöchigen Schulpraktikum machen können. "Die alten Leute waren so nett. So dankbar. Manchmal war es nur ein Lächeln."Florian ist noch unentschlossen, in welchem Bereich er eine Ausbildung machen will. Ein Jahr probiert er nun aus, ob er auch langfristig Freude an der Pflege von Senioren hat. In St. Birgitta gefällt es ihm gut: "Hier kann man sich wohl fühlen. Warum, kann ich gar nicht genau sagen. Das Gesamtpaket stimmt. Und die Mitarbeiter sind alle sehr nett."Nett, aber sie haben natürlich auch ein Auge auf Florian. Sie unterstützen ihn und geben ihm Tipps. "Wir werden sehen, wie er sich macht", sagt Alexandra Kubon. "Eines ist aber schon klar: Er hat keine Berührungsängste, packt an und spricht mit den Bewohnern. Das ist wichtig." Und auch die Bewohner haben unseren ersten Bufdi sofort ins Herz geschlossen, streicheln ihm über den Kopf und sind überzeugt: "Er ist ein feiner Bengel!"

Wenn die Füße jucken ...

Gute Stimmung beim Patronatsfest in St. Birgitta

Patronatsfest 2011
Patronatsfest 2011

"Mich juckt es in den Füßen", sagt ein Gast des Patronatsfest. Zum Tanzen war allerdings kaum Platz. So voll war es in St. Birgitta beim Patronatsfest. Neben den Bewohnern waren auch Ehrenamtliche, Mitarbeiter und Angehörige mit von der Partie. Zum Teil sogar von Menschen, die bereits vor 5 Jahren gestorben sind. "Das zeigt die enge Verbundenheit zu unserem Haus", freut sich Einrichtungsleiterin Brigitte Breden.
Zum Auftakt gab es einen ökumenischen Gottesdienst. Dor wurde auch den im vergangenen Jahr verstorbenen Bewohnern gedacht.
Anschließend hatten die Mitarbeiter den Grill bereits angeschmissen. Alle freuten sich auf Würstchen mit Kartoffelsalat und die 3-Mann Band heizte richtig ein. Von Schlagern der 40er Jahre bis Popmusik der 80er Jahre. 120 Gäste - da ging es richtig rund. Im nächsten Jahr hoffen wir auf besseres Wetter - dann ist das auch mit der Tanzfläche kein Problem ...

Auf der sicheren Seite:

Glücksspirale fördert Geländer für Dachterrasse mit 28.000 Euro

Geländer Balkon
Sicherheit durch Geländer auf Dachterrasse

Einfach mal eine Stunde in der Sonne sitzen und die warmen Strahlen auf der Haut spüren. Das tut gut. Für viele Bewohner in St. Birgitta war das auf den Gemeinschaftsbalkonen in den Obergeschossen bisher nicht so ohne weiteres möglich, denn dort waren die Geländer verhältnismäßig niedrig. Es bestand die Gefahr abzustürzen. Um dieses Problem zu beseitigen, stellte die Glücksspirale jetzt rund 28.000 Euro zur Verfügung.
"Viele Bewohner nutzen die Terrassen, um einfach mal frische Luft zu schnappen", sagt Heimleiterin Brigitte Breden. Bisher mussten die Pflegekräfte genau aufpassen, dass die Bewohner nicht zu nah an das Geländer kommen. "Man konnte nicht mal einfach kurz reingehen, um etwas zu holen. Das ist jetzt anders.", so Breden. In allen drei Obergeschossen wurden an den Balkonen die Mauerabdeckungen und die Geländer so aufgestockt, dass niemand abstürzen kann.
Diese Sicherheit sorgt auch für ein Stückchen mehr Freiheit. Vor allem für demenzkranke Bewohner. Sie haben einen erhöhten Bewegungsdrang, der im eigenen kleinen Dachgarten nun kein Problem mehr darstellt. Die Demenzkranken können zu jeder Jahreszeit in geschütztem Rahmen ins Freie. Und jetzt im Sommer ist das natürlich besonders schön. Vor allem, weil die Blumenkübel frisch bepflanzt wurden.
St. Birgitta ist eine vollstationäre Einrichtung mit 72 Plätzen in Bremen-Nord. Nach einer Kernsanierung wurde das Haus nach 15-monatiger Umbauzeit 2001 wiedereröffnet. 

Mit Herz und Verstand:

15 Pflegekräfte absolvieren Hospizkurs

Absolventen Hospizkurs 2011
Absolventen Hospizkurs 2011

Das geht unter die Haut: Es ist ein höchst sensibles Thema, mit dem sich 15 Pflegekräfte der Caritas Bremen jetzt beschäftigt haben: Die Begleitung von Bewohnern, die im Sterben liegen. Die Caritas hat gemeinsam mit dem Hospiz Horn e.V. zum zweiten Mal eine Schulung durchgeführt. Dabei hatten die Caritas-Mitarbeiter drei Ziele:
1. Dem Bewohner einen würdigen letzten Lebensabschnitt bereiten
2. Die Angehörigen begleiten und
3. Sich selbst für die oft schwierige Situation stärken
In 80 Kursstunden haben die Teilnehmer unterschiedliche Themenbereiche kennen gelernt. Zum einen erfuhren sie viel darüber, wie sie Kontakt zu den Sterbenden herstellen, wie sie sie wahr- und annehmen, bzw. mitfühlen. Sie besuchten unter anderem eine Palliativstation, ein stationäres Hospiz und ein Bestattungsinstitut. Besonders wichtig war natürlich auch die Frage: Wie Verhalte ich mich bei den verschiedenen Krankheitsbildern und mit welchen unterschiedlichen Professionen/Diensten kann ich in dieser Phase verstärkt zusammenarbeiten? Wie sehen Palliativpflege sowie Palliativmedizin aus. Im Kurs ging es außerdem sowohl um ethische Fragen als auch um rechtliche, z. B. zur Bedeutung von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.
Die Caritas Bremen will den Bewohnern in ihren Pflegeeinrichtungen einen würdigen Abschied ermöglichen und dankt den Pflegekräften, dass sie sich freiwillig engagiert haben, um ihren Teil dazu beizutragen. 

So sehen Sieger aus ...

1.000 Euro für Ehrenamtliche aus St. Birgitta

Die Caritas-Gemeinschaftsstiftung ehrt mit dem Sonnenscheinpreis Einzelpersonen und Gruppen für ihr besonderes Engagement. In diesem Jahr gingen 1.000 Euro an Ehrenamtliche von St. Birgitta für das Projekt "Kioskdamen und Herrenfrühstück".
Die Kioskdamen bieten seit acht Jahren einmal wöchentlich Dinge des alltäglichen Lebens an oder kaufen auf Bestellung ein. Immer am Donnerstagnachmittag verwöhnen sie die Besucher mit Selbstgebackenem, auch Angehörige und Besucher sind gern gesehene Gäste. Der kleine Klönschnack kommt dabei nicht zu kurz.
Der Donnerstagvormittag ist für die männlichen Bewohner des Hauses etwas Besonderes. An diesem Tag begleitet Eberhard Rabe seit 2006 ein Herrenfrühstück. Dann sind die Männer unter sich, erzählen von alten Zeiten, der Arbeit und Döntjes.



Musiktherapie für Menschen mit Demenz

"Die freuen sich immer schon, wenn sie meine Gitarre sehen."

"Glänzende Augen, ein strahlendes Lächeln, ab und zu sogar ein Handkuss. Ich bekomme von den Bewohnern im Caritas-Altenpflegeheim St. Birgitta unglaublich viel zurück", sagt die Musiktherapeutin Anette Hoffmeier. Sie animiert demenzkranke Menschen, mit ihr zu musizieren. Das hilft ihnen, sich zu erinnern und macht einfach Spaß. Alle zwei Wochen schallt es in St. Birgitta einen ganzen Tag lang aus allen Ecken und Winkeln.
 "Musiiiiieeehhk. Siiiiieeehhk." Die Bewohner trällern aus voller Brust - soweit sie können. Manche schlagen mit Kochlöffeln auf Tamburine, schwingen eine Rassel oder streicheln einem Holzfrosch mit einem zugehörigen Stab über den Nacken, damit er Laute von sich gibt. Die Wirkung ist erstaunlich. Eine demente Frau zum Beispiel spricht kaum noch. Aber wenn Anette Hoffmeier mit der Gitarre kommt und singt, stimmt sie mit ein: "Ännchen von Tharau" und "Sah' ein Knab ein Röslein stehen" - zumindest die Melodie.
Schon wenn die Musiktherapeutin durch den Flur schlendert, übt sich die eine oder andere Bewohnerin im Spiel der Luftgitarre. Anette Hoffmeister hat ihr Instrument sichtbar auf den Rücken geschnallt und zieht einen Rollkoffer hinter sich her, in dem Schellen und Trommeln verstaut sind. Jeder wird erst einmal gefragt, ob er überhaupt Lust hat. Wenn ja, kann es losgehen.
Zwischendurch wird auch von früher erzählt. Woher die Bewohner kommen, was sie erlebt haben. Anette Hoffmeier versucht dann, darauf jeden individuell einzugehen. Sie guckt und dokumentiert genau: Wer reagiert wie und vor allem: auf welches Lied. Die studierte Musiktherapeutin hört gut zu und hilft den Menschen. Wenn eine Frau weint und fragt, wann ihre Eltern sie abholen, sagt sie beruhigend: "Irgendwann sind Sie wieder bei Ihrer Familie, ich kann Ihnen nur nicht sagen, wann."